Archäologisches Museum 'della Linguella'

Archäologische Fundstätte della Linguella

Seine architektonische Wehrstruktur, die von den besten Baumeistern von Cosimo I de' Medici erdacht und erbaut wurden, verleiht Portoferraio ein wahrlich ewiges Antlitz. Die Stadt entwickelte sich um den Hafen, um ihre Lebensader, die Darsena, zu verteidigen, indem diese mit mächtigen Befestigungsanlagen einer Umarmung gleich eingeschlossen wurde.

Drei sind die Bollwerke der von Cosimo I ersonnenen Festungsstadt: "Forte Falcone", "Forte Stella" und die "Linguella", die so benannt ist, da sie die Form einer engen Landzunge hat. Die "Linguella" umfasst ein wunderschönes Beispiel von Wehrarchitektur, die als Hafenverteidigung eingesetzt wurde: einen Turm, der wegen seiner besonderen Form "Hammerturm" (del Martello) oder auch Passanante-Turm genannt wird, nach dem gleichnamigen Anarchisten, der auf König Umberto I. ein Attentat verübt und hier 1886 eingekerkert wurde. Dieser historische Stadtteil wurde in den beiden Weltkriegen schwer bombengeschädigt, doch gerade diese tiefe Wunde war später ausschlaggebend für die Wiedergeburt dieses bezaubernden Ortes. Bei den Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten kamen zum Teil Grundmauer- und Fußbodenreste einer alten römischen Villa ans Tageslicht, deren verschiedene Bauphasen von der Hälfte des 1. Jh. v. Chr. bis Ende des 3. Jh. n. Chr. datiert werden können.

Heute kann sie am Fuße des Turms bewundert werden und legt Zeugnis über die weit zurückliegenden Ursprünge der Stadt ab. Diverse Probleme haben eine genauere Untersuchung dieser archäologischen Fundstätte behindert: Die umfangreichen Bauarbeiten zur Errichtung der Medici-Festungen zerstörten einen Großteil der alten Baustruktur, wie aus einigen Archivdokumenten von 1548 hervorgeht. Dabei handelt es sich vornehmlich um den Briefwechsel des Großherzogs mit den Beamten, die die Bauarbeiten an den Festungen und den Fortgang des Bauvorhabens insgesamt beaufsichtigten. Eine weitere Schwierigkeit für die Untersuchung der alten Baustruktur der Villa stellten bradisismische Erdbewegungen dar, durch die sich der Meeresspiegel um ungefähr einen Meter im Vergleich zur römischen Zeit gehoben hat.

BESICHTIGUNGSZEITEN :
Vom 30/03 bis 04/11: 10:00 - 12:30 / 14:30 - 18:40
Die Kasse schließt 30 Minuten vorher.

PREISE - COSMOPOLI CARD:
Verwenden Sie Cosmopoli Card, um mit nur einem Ticket zu besuchen: Medici Festungen, Falcone Festung, Vigilanti Theater, Archäologische Stätte von Linguella, Römische Villa delle Grotte, Pinacoteca Foresiana, Napoleons Multimedia-Ausstellung "Das Exil des Adlers".

Voll Ticket: € 14
Reduziertes Ticket: € 12 (von 9 bis 18 Jahre, Studenten, over 70)
Familien: € 10 (mindestens 3 zahlende Person)
Gruppen: € 10 (mit mehr als 20 zahlenden Personen)

PREISE NUR FÜR DEN BESUCH DER ARCHÄOLOGISCHEN FUNDSTÄTTE VON LINGUELLA
Voll Ticket: € 7
Reduziertes Ticket: € 5 (Familien mit mindestens 3 zahlende Person, Kinder von 9 bis 18 Jahre, Studenten, over 70, Gruppen mit mehr als 20 zahlenden Personen)

FREIER EINTRITT
- Behinderte Menschen und 1 Begleiter
- Kinder bis 8 Jahre
- Akkreditierte Journalisten nach Vereinbarung
- Reiseführer mit Ausweis ausgestattet
- 1 freier Eintritt für je 25 zahlende Gäste

Bilder zur Vergrösserung klicken
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
Archäologisches Museum della Linguella im Hafen von Portoferraio - Insel Elba
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ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM DELLA LINGUELLA

Die "Linguella2 war nie als Wohngebäude, sondern immer als Aufbewahrungsort und Lager bestimmt.
Die Räumlichkeiten, in denen das Museum "Museo Civico Archeologico" untergebracht ist, dienten Anfang des 16. Jh. als Salzlager, danach als Thunfischlager und Thunfischkonservierungsort und wurden in der Lothringerzeit zu einem Kerker umgebaut. Das Museum wurde vom Gemeinderat 1981 gegründet und 1985 anlässlich der großen Ausstellung über den Bergbau in Etrurien eröffnet und dessen Türen endgültig 1988 geöffnet. Es umfasst zwei Säle, einen im Erdgeschoss und einen im ersten Stock, und zeigt vor allem archäologische Funde, die nach einer historisch-topografischen Struktur geordnet sind und von den Archäologen des Archäologischen Instituts der Universität Pisa unter der Leitung von Frau Prof. Orlanda Pancrazzi betreut wird. Chronologisch gesehen sind hier Exponate vom Ende des 8.Jh.-Anfang des 7. Jh. v. Chr. bis zum 5. Jh. n. Chr. ausgestellt. Die große Sammlung der aus Elba und dem toskanischen Archipel stammenden und in Glasvitrinen aufbewahrten Stücke sind mit Erklärungstafeln versehen, die dem Besucher die Einzelstücke durch Detailangaben über Hauptmerkmale, Epoche und historische Bedeutung der Exponate näher bringen sollen. Weitere Vitrinen wiederum sind wirtschaftlichen Aspekten der Insel Elba (Eisenerze) oder dem Seehandel mit Wein und der Beschreibung der Schiffsteile gewidmet. Die zahlreichen Amphoren und deren Inhalt geben Aufschluss über den Lebensmittelhandel aber gleichzeitig auch über deren Behältnisse selbst.

Ein besonders seltenes und kurioses Stück ist der Eisenanker des Relikts von Montecristo, an dem durch Meeresablagerungen zahlreiche schwarz lackierte Schalen und Vasen aus der Schiffsausstattung festhängen. Ein weiteres kostbares Stück ist der Altar des Attiano aus Granit, der aus dem 2. Jh. n. Chr. stammt und in der Nähe der Granitgrube von Seccheto gefunden wurde. Er ist Ercole da Attiano gewidmet, vermutlich einem Prätorianerpräfekten unter Kaiser Hadrian. Auf der Vorderseite trägt er folgende Widmungsinschrift: "P. ACILIUS ATTIANUS PRAEF. PR. HERCULI SANCTO D.D. ".

Eine Keule (Attribut des Herkules) in Relief gemeißelt vervollständigt die Widmung, während eine ebenfalls in Relief gemeißelte Lanze und ein Schild die Rückseite zieren. In einigen Vitrinen sind besonders wertvolle Exponate der Sammlungen "Collezioni Civiche del Mellini e Foresi" zu sehen.